Was machen wir nur mit dem Widerstand?

Dass Veränderung und Widerstand untrennbar zusammen gehören, das hat sich mittlerweile herum gesprochen. Und trotzdem bleibt der Umgang damit die größte Herausforderung im Change Management. Deswegen hier ein paar  Tipps und Tricks speziell für schwierige Gespräche, damit aus "dagegen" ein "ich mache mit und bin dabei" wird.

Veränderung gelingt gut mit Widerstand aber schlecht gegen ihn!

Ohne Widerstand auch keine Veränderung.

 

Wir sind zum Glück so gestrickt, dass wir uns nicht jedem Risiko eines Veränderungsvorhabens aussetzen, dann wären wir nämlich längst ausgestorben. Auch wenn unser instinktives Verhalten uralt ist, greift es immer noch sehr zuverlässig. Veränderungsprojekte prüfen wir immer erst mal auf ihr Bedrohungspotenzial und wählen dann instinktiv die vermeintlich geeignete Verhaltensweise: Flucht, Angriff oder Tot stellen.

 

Als der oder diejenige, die Veränderungsprojekte voranbringt in Unternehmen, erleben wir Widerstand als etwas sehr lästiges, steht dieses Verhalten doch offenbar uns und unserem gewünschten Erfolg mit dem Veränderungsprojekt im Weg.  

 

Hier ist jedoch ein Umdenken und vor allem ein anderes Verhalten der Schlüssel zum Vorankommen.

 

Der Startpunkt bildet das Verinnerlichen der wichtigsten Grundsätze für den Umgang mit Widerständen:

  • Wo kein Widerstand da auch keine Veränderung
  • Anlass zur Beunruhigung bietet daher nicht das Auftreten sondern das Ausbleiben von Widerstand
  • Die Ursachen für Widerstand liegen meist im persönlich-emotionalen Bereich, deshalb ist vor allem Mut zum Dialog gefragt
  • Das Ignorieren von Widerstand führt erst recht zu Blockaden
  • Verstärkter Druck führt lediglich zu Gegendruck, anstatt GEGEN den Widerstand anzuarbeiten ist es erforderlich ihn anzunehmen und MIT ihm zu arbeiten:
    • Druck wegnehmen und den Gegenargumenten Raum geben
    • Antennen ausfahren, in den Dialog treten, Ursachen erforschen
    • in gemeinsamen Absprachen das Vorgehen neu festlegen

 

Hilfreich für den Umgang mit Widerstand sind in jedem Fall Kommunikation, Beteiligung und Information. Das sorgfältige Entwerfen und Umsetzen eines Change Konzeptes mit entsprechenden Maßnahmen kann hier Wunder wirken.

 

Unsere Erfahrung in zahlreichen Projekten, Workshops und Trainings zeigt, dass vor allem der direkte Dialog mit einzelnen Projektbetroffenen dabei die größte Hürde darstellt. 

 

Schwierige Gespräche leichter führten mit dem W-Dialog

Hier hilft das Vorgehen im W-Dialog (in Anlehnung an den mediativen U-Prozess). Dem W-Weg folgend können Schritt für Schritt die persönlichen Ursachen für den Widerstand geklärt und ein neues Vorgehen vereinbart werden.

Wie bei fast allen kommunikativen Modellen, ist das Konzept leicht zu verstehen - aber schwer umzusetzen. Wer Interesse hat, sich intensiver mit dem konkreten Umgang mit Widerstand zu beschäftigen, dem sei an dieser Stelle unser Training zum richtigen Umgang mit Widerstand empfohlen, das viel Raum zum Üben lässt.

Gute und erfolgreiche Veränderungen wünscht Ihnen

 

Ihre Gesine Engelage-Meyer

 

-Inhaberin der VERÄNDERUNGSBASIS-

 

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