Veränderung ist gut! Bloß nicht gerade heute...Von vier Faktoren, die beim "vom Fleck weg kommen" helfen.

Kennen wir das nicht alle? Wir sollten/müssen/dürfen/können etwas verändern, es spricht auch ganz viel dafür, und eigentlich sollte es ein Selbstläufer sein, und trotzdem.....kommen wir nicht vom Fleck. Es ist einfach nur menschlich, dringend notwendige Veränderungsprojekte nicht auf direktestem Wege und mit 100% Antrieb anzugehen. Sei es nun im beruflichen wie im persönlichen Bereich. Doch wie kommen wir besser vom Fleck?

 

Da das Voranbringen von Veränderungen in meiner Arbeit als Change Manager und Veränderungscoach mein täglich Brot ist, werde ich oft dazu befragt, was denn nun diese offenbar ziemlich mächtigen inneren Gegenspieler erfolgreich bezwingen kann.

 

Was hilft beim "vom Fleck kommen"?

Das ist weder eine einfache Frage noch gibt es darauf eine einfache Antwort - Sorry! Aber wenn jemand trotzdem auf ein einfaches Rezept besteht, dann hole ich als ersten Ansatzpunkt gerne die "Veränderungsformel" aus dem "Zauberkasten Change Management :-)". 

Nach dem amerikanischen Beraterduo Dannemiller & Tyson besteht die Formel für erfolgreiche Veränderung und die dafür nötige Antriebsenergie aus vier Faktoren.

 

Wenn es um Veränderungen geht, dann schlagen in unserer Brust immer zwei Herzen. Das eine, das sich vehement sträubt (der innere Widerstand = die rechte Seite der Formel), und das andere, (der Antrieb = die linke Seite der Formel), das Veränderung möchte und das es zu stärken gilt. Voran geht es, wenn die linke Seite mehr Gewicht hat als die rechte.

 

Wie wird also die linke Seite, unser Antrieb für die Veränderung, stark genug?

Unzufriedenheit hilft! Allein das - "weg von etwas" - reicht aber noch nicht aus. Es braucht zwingend auch ein "hin zu", die attraktive Perspektive, ein wünschenswertes Zukunftsbild. Und als drittes ist das Wissen über die konkreten ersten Schritte erforderlich -  und damit das Vertrauen, dass die Veränderung machbar und zu meistern ist. Da die Formel bewusst ein Produkt ist und keine Addition, wird deutlich, dass es eben nur dann voran geht Richtung Neues, wenn alle drei Faktoren erfüllt sind.

Wer also mal wieder am Scheideweg steht, sich persönlich oder auch ein Team verändern möchte, aber eben nicht vom Fleck kommt, dem empfehle ich die vier Faktoren mit Leben zu füllen. Das geht zum Beispiel mit klärenden Fragen:

  • Welchen Nutzen bringt mir/uns die angestrebte Veränderung?
  • Welche Konsequenzen habe ich/haben wir zu tragen, wenn ich mich/wir uns nicht verändere(n)?
  • Welche konkreten ersten Schritte kann ich/können wir gehen?
  • Was könnte ich/können wir verlieren?
     
Wer an mehr Fragen interessiert ist, der findet hier ein passendes Arbeitsblatt dazu.

 

Gute und erfolgreiche Veränderungen wünscht Ihnen

Ihre Gesine Engelage-Meyer

-Inhaberin der VERÄNDERUNGSBASIS-

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